Interviewreihe: „Ein Jahr BBH Engineering“ mit Geschäftsführer Helmut Bangert
Die BBH Engineering GmbH hat sich zu einer starken technischen Einheit in der BBH-Gruppe entwickelt. Binnen zwölf Monaten haben wir ein Team mit aktuell 18 Expert:innen aufgebaut, das ein breites Spektrum an technischen Disziplinen abdeckt. Damit haben wir das Leistungsspektrum der BBH-Gruppe um echte Full-Service-Engineering-Kompetenz erweitert. Grund genug, um mit den Geschäftsführern der BBHE über das „Komplettpaket“, erste große Projekte und die Highlights im ersten Jahr zu sprechen, so auch mit Helmut Bangert.
Seit einem Jahr bietet die BBH-Gruppe das komplette Paket an. Rückblickend: Welche Herausforderungen haben dazu geführt, dass BBH das Leistungsspektrum der Gruppe erweitert hat?
Die Erweiterung des Leistungsspektrums der BBH-Gruppe lässt sich zurückführen auf, die steigende Komplexität in der Energiewende und Regulierung, diese bedürfen kombinierte Lösungen aus Recht, Beratung und Engineering, damit interdisziplinäre Expertise, die dem Kunden in seinen gesamtheitlichen Projekten weiterhilft und deshalb auch immer mehr nachgefragt wird. Die Kunden (Stadtwerke, Netzbetreiber, Industrieunternehmen, Kommunen) stehen vor immer komplexeren rechtlichen, wirtschaftlichen und technischen Fragestellungen. Einzelne Beratungsleistungen reichen oft nicht mehr aus – gefragt sind integrierte Lösungen von der Strategie bis zur Umsetzung.
Was beinhaltet das "Komplettpaket" und welcher Art waren die ersten großen Projekte?
Das BBH-Komplettpaket beinhaltet die gesamte Expertise, die BBH bieten kann, aus Engineering-Sicht sind die Projekte höchst interessant, wenn rechtliche und wirtschaftliche Randbedingungen geklärt sind und durch die fachliche Unterstützung der Engineering zu einem tragfähigen Konstrukt gewachsen sind. Große Projekte wie Wärmenetzzusammenschlüsse, Abwärmenutzung, Fluss- oder Seethermieprojekte oder die Sektorkopplung über Wind- und PV-Strom in die Wärmenetze zu entwickeln und bis zur Ausführung zu bringen, das sind die Herausforderungen, die uns Spaß machen.
Was sind aus Ingenieurssicht aktuell die größten Themen, die sich aus der Marktlage und den Klimaschutzzielen ergeben?
Aus Ingenieurssicht lassen sich die wichtigsten Themen zusammenfassen: die Systemintegration erneuerbarer Energien über die Strom- und Wärmenetze mit der erforderlichen Versorgungssicherheit bei schwankender Verfügbarkeit und damit die Sektorkopplung über Speicher und Wasserstoff in der Wärmewende und der industriellen Dekarbonisierung umsetzen, bis zur Digitalisierung, mit der intelligenten Steuerung von Erzeugung (Umwandlung) und Verbrauch, alles Themen die ineinander greifen und nicht mehr getrennt voneinander gedacht werden dürfen. Das sind aus Ingenieurssicht die fachlichen Herausforderungen, die aber erst nach rechtlicher und wirtschaftlicher Klärung angegangen werden können und damit wieder auf das "Komplettpaket" der BBH einzahlen.
Und was sagen Sie jetzt, ein Jahr später, über die Entscheidung, das Leistungsspektrum der BBH-Gruppe zu erweitern?
Ein Jahr später zeigt sich: Die Entscheidung der BBH-Gruppe war richtig und strategisch sinnvoll. Der Markt bestätigt den Bedarf an integrierten Lösungen, der Kunde hat den Mehrwert einer ganzheitlichen Projektbegleitung, BBH positioniert sich am Markt als Komplettanbieter und passt damit genau zu den aktuellen Anforderungen der Energiewende.
Wir danken herzlich für das Interview und gratulieren auch auf diesem Weg noch einmal herzlich zu einem Jahr BBHE!